Unsere Projektwochen zur Bundesgartenschau 2033 in Dresden schließen nicht nur Grundschulen, sondern auch Förderschulen mit ein. An der Schule „Am Burkersdorfer Weg“ brachten wir den Schüler:innen das Kerngebiet „Kiesseen und Galopprennbahn Leuben“ näher.
Die Beteiligungstage fanden vom 25. bis zum 27.11.2025 statt. Unser übliches Konzept, dass wir an den Grundschulen anwenden, wurde dafür eigens überarbeitet:
Tag 1
Nach einer Kennenlernrunde, in der die Kinder erzählten, was sie gerne draußen machen, gab die Projektleiterin der KulturLeben UG eine kurze Einführung in das BUGA-Projekt 2033. Anhand einer Karte wurde so erklärt, wo sich die Kernareale in Relation zur Schule befinden, und mithilfe eines Drohnenvideos wurde gezeigt, wie sie jetzt aussehen. Ein Zeitstrahl brachte ihnen den Ablauf des Projekts bis 2033 nahe:

Zum Abschluss des Tages suchten die Kinder sich aus mitgebrachten Anschauungsmaterialen Inspirationen zu den Themen Natur und Baustelle heraus. Dies geschah anhand der Fragestellungen: „Was gefällt Dir in diesem Buch?“ und „Was wünschst Du Dir für den Park?“ Anschließend präsentierten sie ihre Lieblingsbeispiele vor der Klasse.
Tag 2
Der zweite Tag des Projekts startete mit einer Materialwerkstatt, in der die Schüler:innen Natur- und Baumaterialien sinnesorientiert wahrnehmen konnten, so etwa Erde, Lehm, Holz etc.

In der anschließenden Ideenwerkstatt konnten die Schüler:innen an ihren eigenen Ideen zur Umgebung-sgestaltung arbeiten. Es wurden drei Stationen angeboten: malen, basteln und mit Lego bauen, die sich aber auch vermischen konnten. So wurden häufig zu Beginn erste Ideen der Kinder auf Papier aufgezeichnet und anschließend mit Knete nachgeformt. Die Legostation ermöglichte die Anfertigung dreidimensionaler Umgebungsmodelle, und an der Bastelstationen positionierten die Kinder und Jugendlichen ihre Modelle auf einem großen, ausgedruckten Plan der Kiesseen. Um den Tag entspannt ausklingen zu lassen wurden zum Abschluss gemeinsam Atem- und Bewegungsübungen durchgeführt.


Tag 3
Am letzten Projekttag hatten die Kinder noch einmal die Zeit, ihre begonnenen Arbeiten in der Ideenwerkstatt fortzuführen und zu beenden. Anschließend fand eine gemeinsame Abstimmung über alle entstandenen Ergebnisse statt: Dafür bereiteten wir eine Ausstellung aller entstandenen Entwürfe und Ideen vor. Dafür legten wir die Zeichnungen, das Umgebungsmodell mit den gebastelten Entwürfen und die Lego-Modelle im Raum aus. Alle Anwesenden konnten sich somit die Ergebnisse anschauen.
Aufgrund der sehr verschiedenen Förderbedarfe der Schüler:innen entschieden wir uns für eine niedrigschwellige Art der Abstimmung. Die Schüler:innen erhielten jeweils zwei farbige Glassteine, die sie an ihre Lieblingsentwürfe direkt legen konnten und stimmten somit ab, was ihnen am wichtigsten war.


Erfahrungen und Ergebnisse
An der Schule lernen insgesamt rund 70 Kinder. Neun Schüler:innen aus verschiedenen Klassenstufen nahmen an allen drei Projekttagen und der Abstimmung teil. Dabei war die Teilnahme für die Schüler:innen freiwillig. Als Dankeschön für ihre Beteiligung verteilten wir Incentives in Form von Stiften und Notizblöcken an die Schüler:innen und Lehrerinnen, die uns begleitet haben. Zudem gaben wir den Lehrerinnen „kinatschu“-Hefte zum Thema: „Stadtnatur“, damit eine Nachbereitung der Projekttage in einem allgemeineren Kontext stattfinden kann.
Alle Ergebnisse wurden anhand der Zeichnungen, Lego-Modelle, des Umgebungsmodells und der Abstimmung dokumentiert und dienen als Grundlage für die Landschaftsplanungswettbewerbe.
Das Arbeitsklima mit den Schüler:innen war sehr positiv. Gemeinsam mit dem unterstützenden Lehrpersonal konnten wir eine ergebnisreiche Begleitung für alle Schüler:innen durchführen. Die Schüler:innen arbeiteten sehr konzentriert und interessiert. Der Wunsch an der Teilhabe, den Südpark mitzugestalten, wuchs innerhalb der drei Projekttage, vor allem auch in Bezug auf Barrierefreiheit.
