BuGa 2033 – 120. Grundschule

Jugend plant Stadt nimmt an der Planung der Bundesgartenschau 2033 in Dresden teil! Zu diesem Zweck arbeiten wir von September bis Dezember 2025 mit acht Schulen und Anbietern von Kinder- und Jugendhilfe zusammen; die Kinder stellen Ideen und Anregungen für die Ausgestaltung der BuGa 2033 vor, die in die Ausschreibungen der europaweiten Landschaftsplanungswettbewerbe einfließen. Unser Ziel ist es dabei, Kindern einen niedrigschwelligen Zugang zum Thema kommunalen Stadtplanung zu bieten und ihre politische Partizipation insgesamt zu fördern.


Die Beteiligungstage fanden während der Herbstferien am 14.10. und 15.10.2025 im Hort der 120. Grundschule statt, wobei am ersten Tag die Schüler:innen der 3. und 4. Klassen anwesend waren und am zweiten Tag die 1. und 2. Klasse. Die Durchführung im Hort gewährte jedem anwesenden Kind die Möglichkeit, am Beteiligungsprozess teilzunehmen, unabhängig von kulturellen oder sozialen Ungleichheiten. Die Teilnahme war für die Kinder freiwillig.

Zunächst wurde der Raum eingerichtet:

Beide Projekttage begannen mit einer Einführung in die Bundesgartenschau 2033 in Dresden, die Planungsgebiet, den zeitlichen Ablauf, den Umfang und die Art und Weise, wie die Teilnehmer:innen der Projekttage sich einbringen konnten. Diese Einführung diente gleichzeitig als eine kleine Einführung in Kommunale Stadtplanung, die in kindgerechter Form erläutert wurde.

Zwischen 10:00 Uhr und 15:00 Uhr fanden dann die Ideenwerkstätten statt: Angeboten wurden dafür drei Stationen, an denen die Kinder ihre Ideen und Anregungen für die BuGa malen, basteln und mit Lego bauen konnten. Zur Inspiration wurde Anschauungsmaterial in Form von naturbezogenen Büchern ausgelegt. Ergänzend lief parallel ein Drohnenvideo, das den Kindern einen anschaulichen Eindruck des Areals „Kiesseen Leuben“ aus der Vogelperspektive vermittelte.

Das Malen nutzten viele Kinder zur Ideenfindung, um dann ihre Ideen in den anderen Stationen zu visualisieren. Auf der Zeichenvorlage sind kleine Umgebungskarten eingefügt, sodass die Kinder ihre Ideen auch verorten konnten. Für die Bastelstation stellten wir ein Umgebungsmodell, basierend auf der Machbarkeitsstudie der TU-Dresden, zur Verfügung. Die Schüler:innen setzten ihre Ideen mit verschiedensten Materialien direkt auf der Umgebungskarte um. Diese wurden von uns beschriftet. An der Lego-Station konnten die Kinder ihre eigenen Entwürfe zusätzlich3D kreativ modellieren. Nach Fertigstellung der Lego-Modelle wurden diese unterstützend von uns abgezeichnet und dann beschriftet.

Für die Schüler:innen, denen die Ideenfindung schwerfiel, boten wir eine Schulhofrallye an. Diese sollte ihnen helfen, sich erneut mit ihrer Umgebung vertraut machen: Wie sieht die Natur um sie aus? Welche Spielmöglichkeiten sind schon vorhanden? Was wünschen sie sich zusätzlich? Am Ende jedes Projekttages zeigten wir einen Kurzfilm – einmal zum Thema Klimawandel und einmal zum ökologischen Fußabdruck. Abschließend fand die Abstimmung am 15.10.25 über alle Ergebnisse der Kinder statt:

Ergebnisse

Von etwa 70 anwesenden Kindern nahmen an beiden Projekttagen ca. 60 teil, wobei 50 die Abstimmung mitmachten.

Die Umfrage wurde nach den Fokusthemen der BuGa in Freiraum, Bauliche Anlagen und Soziales / Kulturelles aufgeteilt. Die meisten Ideen gab es für den Bereich Freiraum, wobei sich die per Klebepunkten abgegebenen Stimmen stark verteilten. Am beliebtesten waren Karrussel und der Fußballplatz mit 6 Stimmen, gefolgt vom Spinnennetz (eine Art Klettergerüst), Baumhaus, Bienenstöcken und Mülltonnen mit jeweils 5 Stimmen. Im Bereich Bauliche Anlagen wurden sich am meisten Öffentliche Toiletten gewünscht (19 Stimmen), außerdem ein Zuckerwattestand (18) und ein Sprungbrett an einem der Kiesseen (11). Im Bereich Soziales / Kulturelles wurde sich eine Freilichtdisco (14 Stimmen) und ein Grillplatz (11) gewünscht.

Die Ergebnisse werden in einem Bericht zusammengefasst und der BUGA Dresden 2033 gGmbH übergeben.